Bericht Chorwochenende 16. bis 18.09.16 in Nördlingen

Der Chor klangArt des Liederhort 1874 Gaustadt e.V. veranstaltete vom 16. - 18. September in Nördlingen sein alljährliches Chorwochenende, das zur Vorbereitung des Jahreskonzerts aber auch dem Zusammenwachsen des Chors zu einer Einheit dient.

Das geplante Chorwochenende in Nördlingen wurde diesmal von 29 aktiven Sängern in neuer Umgebung genutzt. Auf der Meldeliste für das Wochenende hatten sich fast alle Aktiven eingetragen. Nur aus beruflichen und wichtigen privaten Gründen konnten diesmal nicht alle anwesend sein.

Die Fahrgemeinschaften nach Nördlingen funktionierten reibungslos. Die Unterkunft in dem Jufa-Hotel war genau richtig. Das Essen, eine ansprechende moderne Unterkunft mit einem reservierten Lehrsaal gefiel allen gut. Auch eine Sauna war kostenlos nach den Proben besuchbar.

Als Co- Dozentin konnte diesmal Melly Wild gewonnen werden. Ihre Aufgabe bestand darin die Bühnenpräsents des einzelnen Sängers, aber auch des gesamten Chores auf ein erklärendes Gesamtbild mit entsprechendem Ausdruck für das Publikum zu bringen.

Mit ihr zusammen arbeitete unsere Chorleiterin Lissi Rumer in entspannter Art und Weise u.a. an dem für uns neuen Lied „Dirty Dancing“, das ja auch beim Jahreskonzert im November 2016 aufgeführt werden soll.

Die neue Einsingübung von Melly und das Aufwärmen auf den Song „Stranger in Moscow“ von Michael Jackson war machte jeden leistungsbereit.

Der Chor wurde während des Lehrganges dann geteilt, wobei die Lissi die musikalische Hauptarbeit und Melly die Bühnenpräsenz des Chores herausarbeitete. Melly setzte u.a. die Videotechnik ein, um die Entwicklung der Aktiven auch zu zeigen, was sehr positiv aufgenommen wurde.

Auch wenn die Melodie zum Liedtext nicht passte, sie wurde gesungen. Mellys Übungen wurden von den Teilnehmern nur so aufgesaugt.

Unsere Chorleiterin Lissi konnte darauf perfekt aufbauen. Der Chor wurde lockerer und sicherer bei seinem Proben. Unter Lissis auch konzentrierter Arbeit verlief die Zeit in den Proben wie im Flug.

Ein Höhepunkt des ersten Abends war wohl, dass nach dem gemütlichen Zusammensein der Aktiven, ein Sänger sein Zimmer in dem eigentlich übersichtlichen Hotel nicht mehr fand. Nach vorigem Biergenuss und langem Suchen und Umherirren auf den Gängen fand er den Notausgang und sperrte sich kurzerhand aus dem Hotel aus. Er stand dann nachts draußen im Regen. Seine zaghaften „Hilferufe“ nahm eine betagte Nachbarin auf. Nein, sie ließ ihn nicht bei sich schlafen, sondern konnte ihn wieder mit Hilfe der von ihm verständigten Polizei in sein Bett bringen lassen.

Am zweiten Tag tauchte der Chor mit Stadtführern aus Nördlingen in die Geschichte dieser schönen Kleinstadt ein. Der Weg vom Hotel, das an der Stadtmauer steht, in die Innenstadt Nördlingens war kurz. Die Geschichten der Stadtführer, erzählt beim Gang über die Stadtmauer, waren kurzweilig und interessant. Ein Saunabesuch nach der Führung bei leichtem Regen rundete die Freizeit an diesem Tag für den einen oder anderen noch ab.

Unsere Lissi hatte einen entspannten Chor noch zur Probe an dem Samstagabend vor sich. Ihre lockere und entspannte Art, auch nach einem langen Tag nochmals zur Probe zu bitten, kam gut bei allen Beteiligten an.

Der anschließende gemütliche Teil, nach dem Proben im Lehrsaal war ausgefüllt vom gemeinsamen Singen oder Vortragen hervorragender Witze, bei denen schon mal Bauchschmerzen vom Lachen zu spüren waren.

Diesmal hatte sich jedoch keiner beim Zubettgehen ausgesperrt. Die betagte Dame aus der Nachbarschaft konnte gut schlafen. Unser Sänger kannte sich nun nach bald zwei Tagen im Hotel aus und fand seinen Weg in sein Zimmer.

Die Sonntagmorgenprobe war, wie alle Proben davor auch, immer von Pünktlichkeit der Lehrgangsteilnehmer und noch immer vorhandener Leistungsbereitschaft geprägt, auch wenn vom Vorabend der genossene Wein oder das Bier noch nicht ganz „weggeschlafen“ waren.

Nach dem Mittagessen musste jedoch auch das Chorwochenende sein Ende finden.

Die Teilnehmer waren im Abschlussgespräch durchweg beeindruckt von der Arbeit unserer Lissi Rumer und der Co-Dozentin Melly Wild. Das Chorwochenende war ein voller Erfolg für alle Beteiligte.

Beide Frauen waren in ihren Ausführungen beim Lehrgansende auch vollen Lobes für die Teilnehmer und erklärten, dass im neuen klangArt ein interessanter Chor in Bamberg und Umgebung künftig zu sehen und natürlich auch zu hören sein wird.

Der Abschied fiel den Teilnehmern schon fast schwer, aber es wurde klar von allen zum Ausdruck gebracht, dass im kommenden Jahr ein Chorwochenende nur in Kombination mit den beiden Musikerinnen als Dozenten stattfinden sollte.

Bericht: Lothar Kandzora